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Beim Klimagipfel in Paris hat China zur Bedingung gemacht, dass seine Treibhausgas-Emissionen noch bis zum Jahr 2030 steigen können. Möglicherweise haben die Emissionen des Landes ihren Höhepunkt aber schon hinter sich.

Der Kampf gegen den Klimawandel wird vor allem in China entschieden. Das Land ist für 27 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich – für mehr als die USA (14 Prozent) und die EU (zehn Prozent) zusammen. Nur wenn in China die Emissionen fallen, besteht eine Chance die Klimaerwärmung zu stoppen. Die gute Nachricht lautet: Dieses Jahr werden die CO2-Emissionen dort voraussichtlich um ein Prozent zurückgehen, wie aus Berechnungen der Umweltorganisation Greenpeace hervorgeht.

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China hat ein dramatisches Smogproblem und will deshalb seine Kohlekraftwerke abschalten. (Foto: Brian Bukowski/​Flickr)

Damit wären Chinas CO2-Emissionen das vierte Jahr in Folge stabil oder sogar rückläufig. "Dieser Trend gibt Hoffnung, dass der globale Emissionshöhepunkt in Griffweite sein könnte", sagt Li Shuo von Greenpeace China. Im Pariser Klimaabkommen hat China zugesagt, dass die Emissionen kurz vor dem Jahr 2030 ihren Höhepunkt erreichen sollen. Greenpeace zufolge ist es aber "so gut wie sicher", dass China dieses Ziel übererfüllt.

Die Reduktion der Emissionen ist dreierlei zu verdanken: Die Wirtschaft wächst langsamer, der Kohleverbrauch sinkt und der Anteil der Erneuerbaren nimmt schnell zu. Diese Entwicklung war noch vor wenigen Jahren nicht absehbar. Doch die Luftverschmutzung in Chinas Städten hat ein Umdenken erzwungen.

Außerdem gelang es dem früheren US-Präsidenten Barack Obama, eine Klimaallianz mit Chinas Präsident Xi Jinping zu schließen. Die USA und China haben daraufhin im Tandem den Grundstein für das Pariser Klimaabkommen gelegt, das sie schließlich sogar am gleichen Tag ratifiziert haben.

Wer kann Klima-Vorreiter Obama ersetzen?

Doch mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump besteht die Gefahr, dass diese Zusammenarbeit in der Klimapolitik nicht fortgesetzt wird. "Während Trumps Rhetorik die Welt im Zweifel lässt, was sein Plan für den Kampf gegen den Klimawandel ist, wird China in eine Führungsposition gestoßen", sagt Greenpeace-Experte Li.

Diese Meinung teilt auch Gregory Barker, der frühere britische Klimaminister: "Man muss verstehen, dass China sehr viel Geld in saubere Energien investiert hat. Wenn Amerika nicht führt, dann ist klar, dass China dies tun wird."

Doch China allein kann die internationale Klimapolitik nicht voranbringen, fürchtet Li Shuo. "Wenn wir eine Lehre aus der Kooperation USA–China ziehen können, dann die, dass gigantische politische Ressourcen erforderlich sind", um Fortschritte beim Klimaschutz zu erzielen. Das heißt, China braucht einen Partner.

Hier sieht Li die EU in der Pflicht: "Die EU muss sich der Herausforderung stellen und die Lücke füllen, die die US-Regierung hinterlassen hat." Doch bislang seien EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk "bemerkenswert stumm" beim Thema Klimapolitik. "Ohne den Einsatz der EU-Präsidenten wird die europäisch-chinesische Kooperation auf das technische Niveau begrenzt bleiben."

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Zwar hat die chinesische Energiewende inzwischen mächtig Fahrt aufgenommen, es stehen aber immer noch Tausende Kohlekraftwerke im Land. (Foto: Kleineolive/​Wikimedia Commons)

Um dieses kümmert sich demnächst EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete. Ende März will er in Peking von den europäischen Erfahrungen mit einem Emissionshandelssystem berichten.

Vielleicht liegt Li Shuo aber auch falsch, wenn er die EU-Spitzen in die Pflicht nimmt, und die entscheidende Person ist die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie hat beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg die Möglichkeit, zusammen mit Präsident Xi die Klimaagenda zu setzen.

 

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