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Das große Braunkohlekraftwerk Jänschwalde bei Cottbus kann schrittweise abgeschaltet werden, ohne dass es Probleme bei der Energieversorgung Brandenburgs gibt – im Gegenteil: Der Ausstieg aus der Kohle würde es unter anderem erleichtern, Probleme im Stromnetz zu bewältigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Montag vorgestellte Studie des Reiner-Lemoine-Instituts sowie von Jochen Twele von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin im Auftrag der Grünen-Fraktion im brandenburgischen Landtag.

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Das Kraftwerk und ein neuer Tagebau in Jänschwalde sind auch nach den offiziellen Zahlen des Landes Brandenburg energiepolitisch verzichtbar. (Foto: GuenterHH/Flickr)

Die Studie steht im Zusammenhang mit der anstehenden Überarbeitung der"Energiestrategie 2030" des von SPD und Linken regierten Landes Brandenburg. Mehrere Voraussetzungen dieser Strategie seien überholt, betont die Ausarbeitung. Dazu gehörten das angenommene Maß an Energieeinsparung sowie der hohe Stromexport. Zudem sei inzwischen klar, dass die CCS-Technologie in Brandenburg nicht angewendet werde.

Insbesondere wenn der Stromexport langfristig sinke, werde die Braunkohle überflüssig, betont die Studie. Um den dann noch verbleibenden Strombedarf des Landes zu decken, seien vorhandene Gaskapazitäten und andere Kraftwerke besser geeignet. Diese könnten flexibler reagieren, Gaskraftwerke könnten langfristig auch mit erneuerbarem Methan betrieben werden. Insgesamt wären so auch die CO2-Emissionen deutlich geringer. Eine dezentrale Kraftwerkslandschaft würde auch, führt die Studie aus, die Stromnetze weniger belasten und die Akzeptanz-Probleme beim Netzausbau deutlich reduzieren.

Die Behauptung der Landesregierung, die Abschaltung von Jänschwalde vor 2030 gefährde die Versorgungssicherheit, solange keine neuen Speicher für Ökostrom zur Verfügung stehen, erweise sich nun als falsch, kommentierte die grüne Landtagsabgeordnete Heide Schinowsky die Studie. Belegt werde auch, dass der Aufschluss neuer Tagebaue mit den Klimazielen des Landes "inkompatibel" sei. Schinowsky forderte die rot-rote Landesregierung auf, endlich öffentlich zu dem in ihrer eigenen Energiestrategie implizierten Auslaufen der Braunkohle zu stehen.

 

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