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Oslo/Münster – Der Ölförderstaat Norwegen will in gar nicht allzu ferner Zukunft das Heizen mit Erdöl verbieten. Bereits ab 2020 soll es verboten sein, Gebäude mit Öl zu heizen.

Norwegen ist einerseits einer der größten Ölförderstaaten in Europa, auf der anderen Seit aber in Sachen Klimaschutz und Energiewende weit fortgeschritten. So gilt der Nicht-EU-Staat als Vorreiter in Sachen Elektromobilität. 

Keine Ölheizungen mehr ab 2020

Wie die norwegische Regierung mitteilt sollen ab 2020 die Gebäude vom privaten Wohnhaus bis zu öffentliche Bauten nicht mehr mit Mineralöl geheizt werden. Als Alternative zur Ölheizung könnten Fernwärme, Wärmepumpen oder Elektroheizungen zu Einsatz kommen. Grund für die Umstellung ist der Klimaschutz. Die Maßnahme soll helfen, die Klimaschutzziele des Landes zu erreichen. Das Verbot von Heizöl werde die Treibhausgasemissionen aus dem Baubereich reduzieren, sagte Klima- und Umweltminister Vidar Helgesen von der konservativen Partei, die derzeit mit der Fortschrittspartei eine Minderheitsregierung im Kabinett Ministerpräsidentin Erna Solberg (ebenfalls konservative Partei) bildet. 

Norwegen treibt Sektorkopplung voran
Eine ähnliche Nachricht für den Verkehrssektor aus Norwegen kursierte übrigens im Sommer 2016. Medien berichteten, dass in Norwegen ab 2025 keine Diesel- und Benzinfahrzeuge mehr zugelassen werden sollen. Eine Nachfrage von IWR Online beim norwegischen Verkehrsministerium ergibt allerdings eine ganz andere Version. Ein Verbot für Benzin- und Dieselfahrzeuge, wie es verschiedene Medien in Deutschland berichtet haben, war aber nicht geplant. Die norwegische Regierung wollte aber die Bürger dazu ermutigen, umweltfreundlichere Fahrzeuge zu nutzen. Ziel des nordeuropäischen Landes mit etwa 5 Millionen Einwohnern ist es, bis 2020 die durchschnittlichen CO2-Emissionen auf 85 Gramm CO2 pro Kilometer zu senken. Norwegen gilt bereits jetzt als Land mit den größten Marktanteilen von Elektrofahrzeugen.

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