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Russland und die Staaten des Erdölkartells Opec wollen weniger Erdöl fördern. Russland und die größten Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Katar oder Venezuela hätten sich auf diesen Schritt geeinigt, sagte der katarische Energieminister Mohammed bin Saleh al-Sada am Dienstag in Doha. Zur Grundlage solle die Fördermenge aus dem Januar genommen werden. Die Erdölproduzenten hoffen so, den Ölpreis stabilisieren zu können.

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Die Pumpen sollen nicht mehr ganz so schnell arbeiten: Die Ölproduzenten wollen ihre Förderung drosseln. (Foto: Paul Lowry/Flickr)

Im Frühjahr vergangenen Jahres kostete das Barrel Rohöl noch 60 Dollar, zuletzt war der Preis unter 30 Dollar gefallen, weil zu viel Öl produziert wird. Vor allem Saudi-Arabien hatte versucht, durch "Massenproduktion" Konkurrenten wie die Fracking-Industrie in den USA oder die Teersandproduzenten in Kanada über einen Preiskrieg in die Knie zu zwingen. Erdölländer wie Russland, Venezuela, Saudi-Arabien oder Katar decken aber einen Großteil ihres Staatshaushaltes aus den Einnahmen des Ölverkaufs. Entsprechend schlitterten diese Staaten immer tiefer in die Krise.

Auf der Klimakonferenz in Paris war im Dezember beschlossen worden, bis Mitte dieses Jahrhunderts klimaneutral zu wirtschaften. Die erdölproduzierenden Länder hatten sich mit dieser Formulierung – im Vertrag sollte ursprünglich "CO2-frei" stehen – durchgesetzt, weil sie weiterhin Öl verkaufen wollen, dessen Emissionen dann an anderer Stelle wieder eingespart werden sollen. Wie groß die Transformationsaufgabe für Staaten wie Russland sowie für Venezuela, Saudi-Arabien und die anderen Opec-Mitglieder ist, zeigt sich an der derzeitigen Krise.

 

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