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Den 100.000 Einwohnern des pazifischen Instelstaates Kiribati bleiben noch fünf Jahre – dann müssen sie wegen des Meeresspiegelanstiegs nach und nach ihr Zuhause verlassen. Das hat Anote Tong, der Präsident von Kiribati, bei einer Klimawandel-Konferenz in dieser Woche im neuseeländischen Wellington angekündigt. Die Regierung hat bereits Land im weiter südlich gelegenen Inselstaat Fidschi erworben. Dorthin soll die Bevölkerung umsiedeln, wenn ihre Heimat im Meer untergeht.

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Paradies auf Abruf: In fünf Jahren sollen die ersten Einwohner von Kiribati ihre Heimat für immer verlassen. (Foto: Government of Kiribati/Wikimedia Commons)

Um dem Anstieg des Meeresspiegels zu begegnen, habe die kiribatische Regierung bereits Ufermauern und Dämme gebaut, doch das werde nicht genügen, sagte Tong. "Die Menschen haben immer mehr Angst und wir brauchen umgehend Lösungen." Seit Jahren weist Tong auf UN-Klimakonferenzen und in Interviews darauf hin, dass der steigende Meeresspiegel im Zuge des Klimawandels der Bevölkerung von Kiribati schon jetzt hohe Opfer abverlange. Die Küstengebiete erodierten, Gebäude und Ernten würden vernichtet. Ein Dorf habe man evakuieren müssen und eine Insel sei bereits untergegangen.

Der pazifische Inselstaat Kiribati besteht aus 32 Atollen, die über ein weites Gebiet zwischen Australien und Hawaii verteilt liegen. Der Großteil des Landes befindet sich nicht mehr als zwei Meter über dem Meeresspiegel. Darum gilt Kiribati als einer der ersten Staaten, die dem Klimawandel zum Opfer fallen werden. Nach Ansicht von Kritikern im Land ist allerdings ein Teil der Probleme hausgemacht.

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