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Das Kraftwerk Langerlo im belgischen Genk hat seinen letzten Steinkohlevorrat verbrannt – damit ist Belgiens Stromproduktion nun kohlefrei. Es ist EU-weit das siebte Land, das keine Kohle mehr verstromt. Auch die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen sowie Luxemburg, Zypern und Malta nutzen den klimaschädlichen Brennstoff nicht mehr. In Großbritannien, Portugal, Österreich und Finnland laufen zwar noch Kohlekraftwerke, die Länder haben allerdings bereits einen Kohleausstieg bis 2025 oder früher beschlossen.

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Das berühmte Manneken Pis, ein wasserlassender Bronze-Junge und Wahrzeichen der belgischen Hauptstadt Brüssel. (Foto: Marc Ryckaert/Wikimedia Commons)

Das heißt allerdings nicht, dass die Energiewende in diesen Ländern absolviert ist: In Belgien etwa stammt fast die Hälfte der Stromproduktion aus Atomkraft, weitere 30 Prozent kommen aus gasbetriebenen Kraftwerken. Erneuerbar werden rund 15 Prozent des Stroms gewonnen. Bis 2025 sollen die umstrittenen beiden AKWs abgeschaltet werden. Schon heute reicht Belgiens eigene Stromproduktion nicht aus, um den Strombedarf zu decken. Seit zwei Jahrzehnten importiert das Land deshalb einen bedeutenden Anteil seines Stroms.

Seit 1990 gehen in Belgien die Kohlekraftwerke nach und nach vom Netz. Zwar stellte der Energiekonzern Eon, dem vor dem Verkauf Anfang des Jahres an den deutschen Holzpellets-Hersteller German Pellets auch Langerlo gehörte, 2009 Pläne für eine neue Anlage in Antwerpen vor, nach starken Bürgerprotesten genehmigte die Regierung sie allerdings nicht. Kohlebergwerke und somit eigene Kohle gibt es in dem Nachbarland schon seit 1992 nicht mehr.

Klimaschützer bejubeln das Ende der Kohle in Belgien. "Das ist eine gute Nachricht fürs Klima", sagte Joanna Flisowska vom Klimabündnis CAN Europe. Dass "immer mehr Länder" auf Kohle verzichten, bringe auch die restliche Kohlewirtschaft unter Druck. Belgien könne als Vorbild dienen – allein durch den Kohle-Stopp von Langerlo spare das Land jährlich zwei Millionen Tonnen CO2 ein, rund ein Prozent seiner gesamten Treibhausgasemissionen.

Abgeschaltet wird Langerlo möglicherweise nicht. Betreiber German Pellets will dort künftig Energie aus Biomasse gewinnen. "Das heißt noch lange nicht, dass Langerlo damit nachhaltig wird", heißt es bei CAN Europe. Wird die Biomasse – sprich: Holz, Getreide, Stroh – extra angebaut, statt etwa nur Abfälle zu verwerten, kann die dazu nötige Landwirtschaft oder gar Rodung von Wäldern für Ackerflächen zu hohen Emissionen führen. Im Februar hat German Pellets allerdings Insolvenz angemeldet. "Dass aus den Biomasseplänen etwas wird, wird jeden Tag unwahrscheinlicher", freut man sich bei CAN Europe.

 

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