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Aktuelle Elektroautos müssen ewig an der Steckdose hängen und fahren dann nur wenige Kilometer weit. Das könnte sich bald ändern. Denn künftig sollen die Öko-Mobile an der Zapfsäule mit Flüssig-Kraftstoff betankt werden.

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Elektroautos könnten künftig an die Zapfsäule statt an die Steckdose. Möglich machen soll das ein neuartiger Träger-Kraftstoff, der Wasserstoff für den Betrieb einer Brennstoffzelle speichern kann. Teure und leistungsschwache Batterien bräuchte man dann nicht mehr.

Carbazol heißt das neue „elektrische Benzin“, das laut „Auto Bild“ derzeit an der Universität Erlangen entwickelt wird. Die Kohlenwasserstoff-Verbindung ist in der Lage, gasförmigen Wasserstoff zu binden und bei Bedarf wieder abzugeben. Anders als Wasserstoffgas in Reinform ist angereichertes Carabazol nicht explosiv. Daher ist der Transport vom Produktionsort zur Tankstelle mittels Pipeline oder Tankwagen sicher und preiswert.

Da die Produktion von Wasserstoff extrem energieaufwendig ist, soll sie direkt an Wind- und Solarparks erfolgen. Dort wird auch das Carabazol mit dem Gas angereichert. Nach dem Transport zur Tankstelle können E-Auto-Fahrer das elektrische Benzin für die Brennstoffzelle tanken, gleichzeitig wird das „entladene“ Carbazol abgelassen und zurück zur Wasserstoff-Anreicherung transportiert.

Das umweltfreundliche und ungefährliche Carbazol könnte der Brennstoffzellentechnik zum Durchbruch verhelfen. Gegenüber der Stromspeicherung in Batterien erlaubt die Stromerzeugung direkt an Bord deutlich größere Reichweiten. Zahlreiche Hersteller wollen 2015 mit mit der Großserienproduktion von Brennstoffzellen-Autos starten, allerdings noch ohne Carbazol-Tank.

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