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Brennstoffzellenbusse tanken gasförmigen Wasserstoff, wandeln diesen in Strom, fahren damit elektrisch und aus dem Auspuff kommt lediglich etwas Wasserdampf. Ein Traum? Nein. Erste Verkehrsbetriebe sind bereits aufgewacht.

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Die Hamburger Hochbahn AG, immerhin Deutschlands zweitgrößter Nahverkehrsbetrieb will im nächsten Jahrzehnt nur noch Brennstoffzellenbusse einsetzen. Die Technik wird langsam reif für den Markt. Bereits vor zwei Jahren startete in Köln das Vorhaben „CHIC“ (Clean Hydrogen in European Cities/Sauberer Wasserstoff für europäische Städte), das 26 Brennstoffzellenbusse in den täglichen Linienverkehr integrieren soll. Mindestens drei Hersteller – Mercedes-Benz, Van Hool und Wrightbus – liefern H2-Brennstoffzellenfahrzeuge für das Projekt, das bis Ende 2015 läuft.

Die im CHIC-Projekt involvierten Verkehrsbetriebe in Aarau, Bozen, Mailand, London und Oslo können auf Erfahrungen aus den schon bestehenden Projekten in Berlin, Hamburg, Köln und Whistler (Kanada) zurückgreifen. Die Busse der zweiten Generation belegten ihre Praxistauglichkeit in den beiden Projekten in mehr als 140.000 Betriebsstunden und weit mehr als 2,2 Millionen Kilometer Laufleistung.

Im Kanton Aargau nahm bereits Ende Mai die Postauto Schweiz AG das fünfte Brennstoffzellenfahrzeug des Typs Citaro FuelCell-Hybrid in Betrieb. Seit Ende letzten Jahres fahren dort die sauberen Busse in und um Brugg, wo sie in den nächsten fünf Jahren getestet werden. Das dichte Liniennetz eignet sich in Topographie und Linienführung – Stadtverkehr, Landstraßen, Dorfpassagen – gut für den Test.

Die im CHIC-Projekt gesammelten Erkenntnisse sollen nach 2015 für den nächsten Schritt zur Verfügung stehen: den Aufbau von Brennstoffzellenbusflotten und der entsprechenden Infrastruktur in 14 europäischen Regionen. So ist das Betanken der FuelCell-Hybridbusse auf den Betriebshöfen der Verkehrsgesellschaften relativ einfach und zeitnah zu verwirklichen.

Das Bundesverkehrsministerium und die Industrieunternehmen bei CEP (Clean Energy Partnership) vereinbarten bis Ende 2015 das bestehende H2-Tankstellennetz in Deutschland von derzeit 15 auf mindestens 50 öffentliche Stationen auszubauen. Die Investitionen betragen insgesamt mehr als 40 Millionen Euro. Im Mittelpunkt des Aufbauplans stehen Metropolregionen.

Was die Brennstoffzellenbusse für die Verkehrsbetriebe bedeuten, charakterisiert Günther Elste, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn AG, für den in spätestens 25 Jahren der Dieselkraftstoff zu knapp und zu teuer sein wird, um damit Busse anzutreiben: „Deshalb ist es das Ziel der Hochbahn, ab dem kommenden Jahrzehnt nur noch emissionsfreie Busse mit elektrischem Antrieb anzuschaffen. Die Inbetriebnahme dieser neuen Busgeneration ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in die Elektromobilität.“

Ab 2017 soll der Stadtbus Citaro FuelCell-Hybrid in der 4. Generation auf den Markt kommen. Beim Einsatz der FuelCell-Hybrid-Technologie war immer „bei uns nicht das Ob, sondern das Wann die Frage“, sagt Christian Mohrdieck, Bereichsleiter Brennstoffzellen- und Batterie-Antriebsentwicklung von Daimler. „Wir haben ein modulares, kosteneffizientes FuelCell-System für Pkw und Busse serienreif entwickelt.“

Modular heißt, dass die Fuel-Cell Einheiten für Pkw und Bus weitgehend gleich sind. Im Bus sind allerdings zwei davon montiert. Diese wandeln gasförmigen Wasserstoff (H2) in Strom um, der in der Lithium-Ionen-Batterie gespeichert wird; schädliche Abgase entstehen nicht, lediglich etwas Wasserdampf wird an die Umwelt abgegeben.

Den Verkehrsbetrieben in Europa, die jährlich 8.000 bis 10.000 Busse neu auf die Straßen bringen, will Daimler daher ein marktfähiges Angebot unterbreiten. Die einsatzabhängige Reichweite des Brennstoffzellenbusses passt mit seinen rund 300 Kilometern gut in den städtischen Nahverkehr. Sein Verbrauch je 100 Kilometer wird mit 9 bis 12 Kilogramm angegeben, was sich bei einem Wasserstoffpreis an öffentlichen H2-Tankstellen von etwa acht Euro je Kilogramm auf 112 Euro summiert – der herkömmliche Dieselbus macht es mit rund 40 Liter je 100 Kilometer noch für etwas mehr als die Hälfte – doch: „Wenn der Spritpreis weiter anzieht, ist der Wasserstoffbus schon mal auf Schlagdistanz“, befindet Hochbahn-Chef Rüdiger Este.

Technische Daten – Mercedes-Benz Citaro FuelCell-Hybrid

Dreitüriger Solo-Stadtbus mit Elektro-Hybridantrieb: Länge 12 Meter /Breite 2,55 /Höhe 3,40 Meter, Leergewicht: 13,2 Tonnen, Beförderungskapazität: 76 Passagiere; Reichweite im Stadtverkehr mit einer Wasserstofffüllung über 300 Kilometer, Fahrt im reinen Batteriebetrieb je nach Topografie 2 bis 3 Kilometer; Verbrauch: 9 bis 12 Kilogramm Wasserstoff (H2) je 100 Kilometer.

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