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In der richtigen Umgebung produzieren bestimmte Bakterien sehr viel Wasserstoff. Sie könnten demnach Brennstoffzellen mit Treibstoff versorgen.

Ein Bakterium, das in Gewässern vorkommt, produziert in der richtigen Umgebung sehr viel Wasserstoff - zehnmal so viel wie der bisherige Spitzenreiter unter den Mikroben.


In der Zeitschrift Nature Communications berichten Forscher um Anindita Bandyopadhyay von der Washington University in Missouri von einem Organismus aus der Gruppe der Cyanobakterien, früher Blaualgen genannt.

Tagsüber betreibt diese Cyanothece 51142 wie viele Organismen Photosynthese, sie wandelt CO2 aus der Luft in Glukose um und produziert dabei Sauerstoff. Nachts aber schaltet sie auf Wasserstoffherstellung um. Sie speichert Stickstoff aus der Luft in Form von Ammoniak und stößt dabei Wasserstoff aus.

Besonders leistungsfähig waren die Bakterien in einer glycerinhaltigen Lösung: Pro Gramm Chlorophyll produzierten sie etwa ein Gramm Wasserstoff in der Stunde.Das macht Cyanothece interessant für Bioreaktoren, die Wasserstoff für Brennstoffzellen produzieren.

Eine weitere erstaunliche Eigenschaft dieser Cyanobakterien ist, dass sie ihren Tag- und Nacht-Rhythmus auch bei Dauerbeleuchtung einhalten, weil sie offenbar eine innere Uhr haben.

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